Zweiter Projektmeilenstein ist abgeschlossen: Weiterbildungskonzeption/ August 2018

Dreimal hat sich im vergangenen Halbjahr die Expertenrunde des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Projekts „Mobiler Musikschulunterricht in Schleswig-Holstein“ zusammengefunden, um ein Leitbild und Modulhandbuch für die Weiterbildung „MoMu.SH“ zu erarbeiten. Mitglieder der Expertenrunde waren die beiden Spezialisten für „Musik und digitale Medien“ Matthias Krebs (UdK Berlin) und Tobias Rotsch (WWU Münster), der stellv. Vorsitzende und Fachberater für digitale Medien des Landesverbandes der Musikschulen in Schleswig-Holstein sowie Social-Media-Beauftragte des Verbandes deutscher Musikschulen Franz-Michael Deimling sowie die Musikschullehrkraft Katja Krüger. Moderiert und protokolliert wurden die Sitzungen durch die Projektleiterin Dr. Rhea Richter (Geschäftsführerin LVdMSH) und Matthias Edeler (Bildungsreferent LVdMSH). Mit der Erarbeitung des Leitbildes und der Weiterbildungsinhalte ist der zweite Meilenstein im Projektverlauf abgeschlossen. Ab Oktober beginnt die Weiterbildung von 30 Musikschullehrkräften im LVdMSH im Nordkolleg Rendsburg, bevor in 2019 die Erprobung der Weiterbildungsinhalte in der Praxis erfolgt.

Leitbild der Weiterbildungsreihe

Ziel der Weiterbildungsreihe ist es, die/den teilnehmende/n Instrumentalpädagogin/en (Musikschullehrkräfte an VdM Musikschulen) zu befähigen, mit digitalen Technologien selbstsicher umzugehen, um damit optimal ihre/seine Schüler/innen beim Instrumentlernen zu unterstützen. Die Teilnehmenden werden darüber hinaus als Mentoren ausgebildet, die ihre Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützen, digitale Technologien in ihrem Vokal- und Instrumentalunterricht zu integrieren. In diesem Kontext  soll eine Gemeinschaft der Teilnehmenden und Mentoren entwickelt werden, um sich über den Weiterbildungsrahmen hinaus über aktuelle Fragestellungen (z.B. Integration von Technologien im Musikschulunterricht). Die Kommunikationsplattform wird während der Weiterbildung zusammen mit den Teilnehmenden  entwickelt. Es entsteht eine quasi “dynamische Mentoren-Guideline”.

Die Verwendung von Technologien sollen von den Teilnehmenden dahingehend reflektiert werden:

  • Voraussetzungen (Technik/Wissen/Rechtslage)

  • Alternativen (andere Technologien, andere Lösungsansätze mit derselben Technologie etc.),

  • Kollaboration (Austausch mit anderen)

  • Problemorientierung (Probleme beschreiben und Antworten finden können).

Maßgeblich für das Leitbild der Weiterbildung ist, dass die Lebenswelt der Schüler/innen im Musikschulunterricht berücksichtigt wird. Dazu gehören z.B. deren Talente, Vorlieben, Interessen.  Eine so gestaltete Unterstützung der Schülerinnen und Schülern ermöglicht eine nachhaltige Entwicklung (Selbständigkeit, Ressourcen) und orientiert sich an der musikalischen Praxis.

 

 

 

 

 

Wie digital unterrichten VdM-Musikschulen nördlich der Elbe?/ Februar 2018

Als erster Meilenstein im Rahmen des Projekts MoMu.SH wurde von Dr. Rhea Richter (Geschäftsführung des Landesverbandes der Musikschulen in Schleswig-Holstein) und Matthias Krebs (Leiter der Forschungsstelle Appmusik/ Universität der Künste Berlin) ein Fragebogen entwickelt, der nach der Realität der digitalen Infrastruktur an Musikschulen fragt und darüber hinaus als Pilotstudie für eine Forschungsprojekt darstellt, in dem Deutschlandweit Lehrkräfte befragt werden sollen. Leitend war die Frage: Welche technischen, methodisch-didaktischen und künstlerischen Herausforderungen müssen von den Lehrkräften bewältigt werden und welche Bedarfe für Weiterbildungsangebote bestehen bei diesen, um  die Mobilgeräte gewinnbringend für das Erlernen von Musikinstrumenten im Musikschulunterricht zu integrieren? In Form einer ersten Bestandserhebung und Bedarfsanalyse  wurden die Lehrkräfte zu ihrer Geräteausstattung, den verwendeten Apps sowie zu ihrer Einstellungen zu Potenzialen und Chancen des mobilen Musikunterrichts befragt. Darüber hinaus wurde strukturellen Fragen nachgegangen (z. B. nach der digitalen Infrastruktur in den Lehrgebäuden), als auch Fragen zur Nutzungshäufigkeit von Mobilgeräten im Unterricht gestellt.